Interview, Kekse und vorbeifahrende Mopeds...

Erstes Interview geschafft! Check!

Und es war schön. Gar nichts, um das ich mir hätte Sorgen machen müssen.

Für das Interview, weil ich glaubte, dass Journalisten sich über so etwas freuen, habe ich am Donnerstag Abend noch Kekse gebacken. Lauter Hände, die ich mit bunter Lebensmittelfarbe angemalt habe. So richtige "Coloured Hands" eben. Das hat schon einmal viel Spaß gemacht und sah hinterher auch richtig gut aus.

Am Freitag bin ich dann früh aufgestanden, damit ich mich, mein Zimmer und alles andere in Ordnung bringen konnte, bevor "die Zeitung" kam. Wenn man schon den Luxus hat, dass jemand vorbei kommt, um ein Interview zu machen, und ich mich überhaupt nicht vom Fleck bewegen muss, dann soll es ja wenigstens gescheit aussehen. Prompt hatte ich dann einen Kampf mit meinen Kontaktlinsen. Ich musste sie nach dem Einlegen sofort wieder rausnehmen, weil es furchtbar gebrannt hat. Also musste ich mit meiner Brille vorlieb nehmen, und hoffen, dass meine Augen rechtzeitig vorm Foto aufhören zu tränen. Toll!!! (Letztendlich hat es aber geklappt)

Ich hatte ja vorletzte Woche mit der Journalistin telefoniert und mich für 11 Uhr verabredet. Ab halb 11 bin ich dann doch recht nervös durch die Wohnung getigert. Hab Klavier gespielt. Gitarre gespielt. Ein Liedchen gesungen. Schnell noch Mineralwasser aus dem Keller geholt. 

Es wurde 11 Uhr... es wurde 11.15 Uhr... und die Journalistin kam und kam nicht. 

Meien Schwester fing schon an ein bisschen rumzufrotzeln: "Auf so jemanden sollte man sich nicht verlassen!"

Jaja...

Letztendlich kam sie aber, total abgehetzt und beschämt. Es hatte Probleme mit der Busverbindung gegeben. 

Deshalb hat sie dann auch direkt mit dem Interview angefangen und ich war so erleichtert, dass sie endlich da war, dass ich ganz vergessen habe, ihr etwas von den Keksen anzubieten. *Peinlich* Die standen die ganze Zeit vor ihrer Nase und ich hab ihr nichts angeboten... Beim nächsten Mal dann...

Ansonsten war das Interview aber sehr schön. Ich wurde gefragt, wie lange ich schon schreibe, wie das alles anfing (ich glaube, das war die erste Frage), on die Personen in meinem Buch real oder fiktiv sind, warum ich über das schreibe, worüber ich schreibe und nicht über  etwas anderes, was Musik für mich ist, und was wäre, wenn ich nicht mehr schreiben dürfte. 

Teilweise waren das ganz schön tiefgründige Fragen. Fragen, auf die ich mich so in der Art auch nie hätte vorbereiten können. Woher hätte ich auch wissen sollen, dass man so etwas gefragt werden kann? Wie gesagt, beim nächsten Mal, weiß ich das dann auch. Da bereite ich mich auch auf solche Fragen vor ;)

Schließlich wurde ich noch fotografiert, erst im Wohnzimmer und dann am Schreibtisch, wobei die Journalistin von den Farben in meinem Zimmer so begeistert war, dass sie die Fotos vom Wohnzimmer direkt wieder verworfen hat. Und dann musste sie auch schon weiter zum nächsten Termin, wofür ich ihr noch den Weg erklärt habe (inklusive Skizze eines notdürftigen Stadtplans.)

Gerade hab ich gesehen, dass der Artikel schon online ist. Ich poste hier schon mal den Link, sobald ich die Printversion habe, gibt's die dann natürlich auch.

http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/Constanze-Budde-hat-ihr-zweites-Buch-geschrieben;art932,1652683

 

Ja, und dann kam die Aktion mit dem Videoblog. Das hatte ich mir schon länger mal vorgenommen, und aus gegebenem Anlass, sah ich gestern den richtigen Zeitpunkt gekommen. Eine Freundin aus dem Wohnheim hat sich bereiterklärt, die Kamerafrau zu spielen. Irgendwie hatte ich gedacht, dass das alles ganz schnell gehen könnte. Einfach so ein bisschen was erzählen, Film speichern und fertig.

Ja, hahaha... falsch gedacht. 

Es scheiterte erst einmal am richtigen Licht im Zimmer. Dann die Überlegung, ob es nicht vielleicht praktisch wäre, das Ganze auf dem Balkon zu machen. Idee verworfen, weil Nebengeräusche zu laut... 

Endlich war der richtige Lichteinfall gefunden. Ich legte alle Utensilien bereit, meine Freundin drückte auf Aufnahmestart und hat mir erst einmal überhaupt nicht gesagt, dass ich schon anfangen könnte zu erzählen :D

Als das geklärt war, habe ich drei Mal angefangen, drei Mal Blödsinn erzählt, mich verhaspelt und wieder neu angefangen. 

Zwischendurch musste ich dann mal einen Keks essen, was auch Filmisch festgehalten wurde (ohne mein Wissen) - vielleicht mach ich irgendwann mal ein Outtake-Video oder so. Da kann so was dann rein ;)

Beim letzten Teil fingen dann noch die Kirchenglocken an zu läuten. Normalerweise finde ich das schön, aber auf dem Video war es gerade sehr unpraktisch. 

Ebenso wie das vorbeifahrende Moped, das ich aber erst hinterher beim Schneiden bemerkte.

Vielleicht sollte ich erwähnen, dass meine Freundin gleichzeitig ihr Abendessen im Backofen hatte. Das hat aber gut geklappt, weil unser Wohnheimsofen verlässlich langsam ist :)

Als alle Szenen im Kasten waren, ging das Schneiden und Zusammenstellen los. Ich glaube, mittlerweile kann ich meinen ersten Blog auswendig. weil ich mir die einzelnen Szenen so oft angehört habe... 

Ich hoffe, dass sich die Arbeit gelohnt hat, und viele Menschen "Streetex-Nach Vorn" bestellen, damit das Manuskript bald lektoriert und gedruckt werden kann. 

Deshalb freue ich mich, wenn ihr das Video mögt, teilt, kommentiert, das Buch bestellt und so. Und natürlich mir sagt, ob es euch gefällt oder nicht, und in beiden Fällen warum!!!

 

Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich mal wieder am "Backstage"-Bereich weiterarbeiten könnte. Ich habe auch Ideen, daran scheitert es nicht. Momentan liegt es eher an der Zeit und der technischen Umsetzung. Aber es kommt auf jeden Fall wieder mal etwas. 

Bis dahin beste Grüße

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