Fragen, die die Welt nicht unbedingt bewegen

Aber Fragen, die mir durch den Kopf gehen, wenn ich über der Lernerei verrückt werde und mich in Gedankenwelten flüchte.

Da wäre zum Beispiel die Frage, ausgelöst durch wiederholtes Ansehen von alten Disney-Filmen, wie alt Disney-Figuren sind. 

Waren Pumba und Timon schon erwachsen, als sie Simba halbtot in der Savanna fanden? 

Und in welcher Beziehung stehen die zueinander? Sind die gute Freunde, die wie in einer Künstler-WG oder so mit Simba zusammenleben, sind sie schwul oder besteht zwischen ihnen, etwas naturwissenschaftlicher gesehen, eine Symbiose?  

Vielleicht trifft es Letzteres am Besten. Denn Timon hat jemanden, der zuerst eine gute Idee hat, die er dann klauen kann, jemanden, hinter dem er sich verstecken kann, und jemanden, dem er erzählen kann, wie toll er ist, und was er alles kann. Und Pumba hat jemanden, der ihm seinen A*** rettet und es an seiner Seite aushält, obwohl er ein Warzenschwein ist. Naja, und Simba, um ihn noch einmal aufzuführen, wurde schließlich von den beiden gerettet. Sonst wäre die Geschichte schon in der Mitte des Films zuende gewesen. 

Vermutlich begebe ich mich mit diesen Hypothesen auf wissenschaftlich nicht mehr ganz so gesichertes Terrain, aber die Fragen werden deswegen nicht uninteressanter. 

Bei Tarzan, Tantor und Kerk ist das ganz ähnlich. Die haben auch irgendwie einen Nutzen voneinander. Kerk kann an Tantor ihre Launen auslassen, die dieser gutmütig auszugleichen versteht. Und Tantor kann Tarzan unglaublich behilflich sein, denn auch wenn der Dschungelmensch noch so muskelbepackt ist, ist er eben doch kein Elefant, und ein TÖRÖÖÖÖ trifft es manchmal einfach besser und wirkt imposanter als ein halbstarkes UUUUAAAAAHHHH!

Letztes Beispiel für heute: Dori und Malin. Dori kann außer einer Sydneyer Adresse keine Tatsache für zwei Sekunden behalten, hat aber, im Gegensatz zu Malin einen unerschütterlichen Optimismus und einen verspielten Humor. Malin hingegen hat ein Ziel, das er verfolgt und nicht aus den Augen verliert. 

Bei all diesen Betrachtungen stellt sich schlussendlich die Frage, wie sich die einzelnen Charaktere trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft und Art dennoch verstehen. Können Elefanten (abgesehen von Benjamin Blümchen) überhaupt sprechen? Und Affen und Fische? Löwen?

Malin würde sagen, vorrausgesetzt er kann sprechen: "Also eigentlich können die ja nicht reden, aber in Witzen reden ja immer alle!"

Ist am Ende alles vielleicht ein einziger Witz?

Das wäre zu einfach und würde obendrein die Kindheit von Millionen von Menschen nachträglich zerstören.

Und deshalb bleib ich bei der naturwissenschaftlichen Hypothese der Symbiose, auch wenn sich Disney-Figuren ganz unwissenschaftlich unterhalten können.

Denn, und damit hätten wir ein Disney-Film-typisches Ende, all diese Figuren sind unheimlich gute Freunde. Und jetzt, zückt eure Taschentücher für das rührende Ende:

Ich bin der Überzeugung, dass Freundschaft die beste Symbiose der Welt ist, ob naturwissenschaftlich begründet oder nicht.

Freunde sind solche, die sagen: "Also, wenn dir an der Sache so viel liegt, dann helfen wir dir dabei", auch wenn sie insgeheim, oder auch laut, denn Freunde dürfen das, finden: "Manchmal bist du oberpeinlich!"

Und so wir das Ganze zu einer Frage, die die Welt sehr wohl bewegt!

Ich mach mir also keine unnützen Gedanken.

Ich hätte jetzt gerne ein Hauptseminar zu diesem Thema. Vielleicht könnte man es nennen: "Tiefenpsychologie von Disneyfiguren" oder sollte es eher in den Bereich Genderstudies einsortiert werden?

Ich weiß es nicht, aber sollte es dieses Seminar eines Tages geben, ich wäre sofort dabei.

Und am Ende singen alle "Naaaants ingonyaaaaa!" 

Denn so sind wir alle Teil des ewigen Kreises des Lebens!

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