Regen, Tee - und zu viel Text!

Herzlich willkommen im Oktober! 

So richtig golden war er noch nicht, aber die Hoffnung auf einen sonnigen Herbst gebe ich deshalb noch nicht auf. Auch wenn von meinem Kippfenster gerade die Regentropfen hängen und der Himmel scheußlich grau aussieht...

 

Am Freitag steht die Doppellesung mit Florian Hück an. Und eigentlich freue ich mich schon sehr darauf, weil das bestimmt total spannend und toll sein wird.

Seltsamerweise habe ich trotzdem seit zwei Nächten nervöse Albträume. Heute habe ich geträumt, ich hätte keine zeit gehabt mir den richtigen Text rauszusuchen, dann hat sich der Zahnarzttermin von meiner Schwester lang hingezogen und wir sind erst spät losgefahren und steckten obendrein in einer Baustelle fest und kamen dann erst um 18 Uhr in Düsseldorf an. 

Waaaaaahhhhh! Ich hoffe, dass das nicht wirklich eintritt. Der Zahnarzttermin von meiner Schwester ist zum Glück vormittags - und eigentlich hab ich damit ja gar nichts zu tun. 

Ganz ruhig, alles wird gut werden. 

Ich habe auch schon Passagen aus "Streetex-Von dort" und "Streetex-Nach vorn" rausgesucht. Und jetzt übe ich schon den ganzen Tag Lesen. Fast wie in der Grundschule ;)

Nachdem ich Freunden und Bekannten, die ich zur Lesung eingeladen habe, erzählt habe, dass ich eine Stunde lesen werde, war die Antwort: "Oh, das ist aber lang!"

Also suchte ich viele schöne Szenen raus, die ich vorlesen wollte. Mit dem Erfolg, dass es viel zu viel zu viel Text ist, den ich in den 60 Minuten unterbringen müsste. 

Ich muss ja zwischendurch auch ein bisschen was erklären, damit das Publikum den Anschluss nicht verliert, und dann sollten am Ende möglichst noch ein paar Minuten Zeit sein, um eventuelle Fragen zu beantworten. Da beschränkt sich die effektive Lesezeit dann auch gleich wieder auf maximal 40 Minuten. 

Ich hatte schon knapp eine halbe Stunde gelesen, bis ich den Teil von  "Streetex-Von dort" fertig gelesen hatte. Laut liest man ja doch immer langsamer, als leise. Also habe ich gründlich Abstriche machen müssen. Jetzt passt es schon viel besser mit der Zeit. 

Damit ich auch wirklich in der Zeit bleibe, habe ich mir unsere Eieruhr ins Zimmer gestellt, die nach 60 Minuten klingelt. 

... Und die Auswahl von "Streetex-Nach vorn" ist immer noch zu lang. AAARRGGGHHHSSS!

Beim zweiten Teil fällt es mir besonders schwer, die richtigen Szenen herauszusuchen. Den ersten Band können die Leute ja im Zweifelsfall nach der Lesung kaufen und alles nachlesen, was ich auslasse. Aber der zweite Band befindet sich ja immer noch in der Vorbestellphase und ich möchte den Zuhörern die richtige Mischung aus Interessantem, Lustigem, Spannenden und Nachdenkenswerten bieten, so dass sie Lust bekommen, "Streetex-Nach vorn" vorzubestellen. 

Das ist gar nicht so einfach. Woher soll ich wissen, was Mensch gefällt? 

Mit einer großen Tasse Tee sitze ich hier und lese und lese und lese, kriege schon eine ganz raue Stimme und stelle überdies fest, dass ich nach zwei Stunden Textprobe nicht mehr so richtig in der Lage bin, die Buchstaben vor mir zu sinnvollen Wörtern zu verbinden und die dann auch noch deutlich auszusprechen. 

Ach je....

Aber das wird alles bis Freitag. Ganz bestimmt. Wie singt Julie Andrews? "I have confidence!"

Jawoll, ich auch und deshalb werde ich das alles beherzt anpacken und am Freitag lesen, was das Zeug hält. - Und bis dahin weiter Tee trinken!

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