Ein Tritt ist frei, der zweite kostet was!

Ich lese im Kerzenschein :)
Ich lese im Kerzenschein :)

Mit diesen Worten wurde meine Lesung im Café Krempl im Newsletter meiner Studentengemeinde angekündigt.

Ich habe zugegebenermaßen diese Zeile zweimal lesen müssen, bis ich den Witz dahinter verstanden habe. Und eigentlich hatte ich das in meine Ansprache vor Lesungsbeginn mit aufnehmen wollen, hab ich dann aber vergessen - typisch!

Durch Uni-/Weihnachts-/ und überhaupt... -Stress kam ich nicht vor Dienstag dazu, mir zu überlegen, was ich denn lesen wollte. Von Lesenüben will ich gar nicht erst reden.

Da es ja auf Weihnachten zugeht, habe ich mir gedacht, ich müsste eine Weihnachtsszene vorlesen. 

Dadurch wurde mein Konzept, bei Lesungen immer etwas vom Anfang, aus der Mitte und vom Schluss zu lesen, über den Haufen geworfen und ich musste ein wenig ausführlicher erklären, was dazwischen so passiert.

Aber das Publikum hat's verstanden. (Julia sagt, es war alles in Ordnung :) )

Ich hatte von meiner letzten Lesung noch einige Exemplare von Streetex übrig und habe hin und her überlegt, ob ich noch Exemplare bestelle, um auf 20 aufzustocken... hab's dann aber sein lassen.

Und dann bekam meine Veranstaltung Mittwochmorgen noch zig Zusagen bei Facebook. Da wurd ich dann doch ein wenig nervös und dachte: "Vielleicht hättest du doch noch was bestellen sollen." Aber zu diesem Zeitpunkt wäre es dann ja eh zu spät gewesen.

Das Café war richtig schön eingerichtet. In dem kleinen Raum waren die runden Tische schön aufgestellt mit Kerzen und Lebkuchen darauf drapiert. Ich habe einen richtig großen Tisch gehabt, mit Leselampe. Adventskranz und genug Platz, um meine Bücher, Buttons und Leseutensilien auszubreiten.

Ich bekam einen Pfefferminztee und um viertel nach sieben füllte sich das Café langsam mit Gästen. Es waren echt erstaunlich viele. Insgesamt kamen ungefähr 17 - das winzige Café war also voll. Das hat mich extrem gefreut, und ich bilde mir ein, dass der Großteil der Leute, auch wenn sie mich fast alle kannten, nicht deswegen gekommen sind, sondern sich echt für das, was ich mit meiner Schreiberei so treibe, interessieren.

Und die Journalistin kam auch. Die von den Nürnberger Nachrichten. Von der Campus-Seite. *oho!!!!*

Die hatte mich einige Tage vorher angeschrieben und gesagt, sie würde gerne was über mich schreiben und zur Lesung kommen. *oho*

Die Nürnberger Nachrichten sind ja jetzt schon eine nicht ganz so kleine Zeitung. Okay, nicht unbedingt die Süddeutsche oder die Zeit, aber immerhin. Und die Campus-Seite erscheint im ganzen Nürnberger-Großraum. Also auch in Erlangen, Fürth usw. :) *jauchze,frohlocke*

Besagte Journalistin kam also auch so gegen viertel nach sieben, stellte sich vor und fragte mich, ob der Fotograf schon da sei. Nö - war er nicht. Aber er kam dann ein paar Minuten später.

So ungefähr waren seine Anweisungen: "Setzen Sie sich mal so dahin, Buch aufgeschlagen, Licht an, tun Sie so, als ob sie lesen und schauen Sie mich dabei an."

Aha. Mhm. Okay. Zwischenzeitlich steckte er noch mal das Bltzlicht auf, machte noch mal zwanzig Bilder und rauschte dann auch schon wieder davon. "Danke, das war's schon, viel Spaß noch!"

Um kurz nach halb ging es dann los, ich wurde total lieb anmoderiert und stellte dabei dann fest, dass ich mir nichts überlegt hatte, wie ich mein Publikum am besten begrüßen könnte.

Das hab ich dann direkt zugegeben und spontan ein paar wärmende Worte gefunden, weshalb mir ersteres wohl auch nicht allzu übel genommen wurde.

Das Lesen funktionierte wunderbar, das Singen auch. Ja, ich habe gesungen. In der Weihnachtsszene kommt ein Lied vor, das habe ich vorgesungen. Lustigerweise war ich dabei kurzzeitig nervös.

Nachdem ich die Ausschnitte aus dem ersten Band vorgestellt hatter, machten wir eine kurze Pause, sodass sich jeder nochmal neuen Tee oder Glühwein oder Kakao holen konnter. Mein Pfefferminztee war derweil nur noch lauwarm. 

Der zweite Teil der Lesung verlief auch ohne Probleme - zwischendurch habe ich ein paar Anekdötchen vom Schreiben erzählt, das mache ich mittlerweile ganz gerne.

Schließlich habe ich noch mein Anliegen vorbgeracht, dass ich um Vorbestellungen für den zweiten Band bitten würde. Ich habe dann auch tatsächlich drei bekommen und ein paar Bücher verkauft.

Aber vorher gab es noch ganz viele Fragen.

"Wann schreibst du denn noch, neben Uni, Musik usw.?" "Momentan ist Adventszeit - da hab ich keine Zeit für nix, also gerade etwas fiese Frage, aber jetzt kommen ja die Ferien *hüstel*"

"Könntest du dir vorstellen, das Buch mal zu verfilmen?" "Jaaa, unbedingt. Ich hab nur noch keinen Regiesseur oder Produktionsfirma an der Hand!"

"Hast du einen Lieblingscharakter in deinem Buch?" Und da hab ich tatsächlich die Klassikerantwort gegeben, dass die Figuren alle so ihre Macken haben und ich sie alle irgendwie mag, aber keinen am liebsten...

Ein paar Fragen zum Verlag, zu dem, was ich sonst noch schreibe... - Ich hatte mich zwischendurch verplappert und erzählt, dass ich mit 14 mal eine Fantasygeschichte angefangen habe. Da wollte ein Zuhörer ganz besonders viel zu wissen. Ich musste ziemlich in meinem Gedächtnis kramen, um all seine Fragen beantworten zu können.

Ja, und dann kam die Journalistin. Ich hatte schon während des Lesens bemerkt, dass sie fleißig mitschrieb, nun setzte sie sich mir gegenüber, "um ein paar Fragen zu stellen."

Sie hat so viele Fragen gestellt, dass ich glaubte, sie wollte eine ganze Beilage in der Zeitung über mich schreiben. Aber es waren schöne Fragen, fand ich. Die gute Frau hatte auch meine Homepage eingehend studiert, so dass sie speziell nachfragen konnte. Blöd war, dass die ganze Zeit die Leselampe zwischen uns hing. Für drübergucken war ich zu klein und drunterher war auch irgendwie schwierig. Ich sah die Journalistin beim Interview also kaum, sondern mehr die Lichtkugel der Leselampe zwischen uns :D

Ob der Artikel in diesem Jahr dann noch erscheint, konnte sie mir nicht versprechen, aber wenn er dann kommt, werd ich das natürlich hier mitteilen. Ich bin schon sehr gespannt, was über mich geschrieben wird.

Schlussendlich musste ich dann noch einen Videoblog besprechen. Die Organisatoren des Cafés haben bei Facebook einen Adventskalender, wo jeden Tag etwas verlost wird, was mit einem Video vorgestellt wurde. Es sollte also auch mein Buch  verlost werden, aber ich sollte halt "so mal eben" was dazu erzählen und die Leute auffordern, ein Weihnachtslied ihrer Wahl auf einem Instrument zu spielen, das aufzunehmen und an die Pinnwand zu posten... Ich war da ziemlich überrumpelt und hatte das Gefühl, mir ziemlich einen abgestottert zu haben. Aber alle anderen meinten, das wäre super gewesen.

Am 14. Dezember war dann mein Video auch hinter dem Törchen. So schlimm war es tatsächlich nicht, aber ich hab mir trotzdem gedacht: "Bei Promis wirkt das irgendwie immer cooler..."

Als Dankeschön für meine Lesung bekam ich übrigens eine Flasche Rotwein geschenkt. Das fand ich total nett. 

Insgesamt war es also eine sehr schöne, gemütliche Lesung, so wie ich mir das vorgestellt hatte.

 

Uff, dieser Blogeintrag hat sich jetzt über Tage hingezogen. Ich hab schon vor Tagen mit dem Schreiben angefangen... so ist das in der Adventszeit. ;)

Hoffentlich habt ihr jetzt auch noch Zeit, das alles zu lesen.

Die Weihnachtsgeschichte ist mittlerweile auch fertig. Die gibt es hier.

Und eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, bis Heiligabend den Trailer fertigzukriegen. Ja, haha, das ist mal wieder grandios gescheitert, obwohl ich schon etwas geschafft habe...

Ich sollte nichts mehr versprechen... habe ich überhaupt? 

Anyway... eines Tages wird dieser Trailer fertig.

Bis dahin wünsche ich euch allen einen schönen 4.Advent, gesegnete Weihnachten und hoffentlich entspannte und friedliche Feiertage.

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