Ideen haben; wollen, können, müssen bearbeitet werden!

Es ist verrückt - oder wenigstens zum Verrücktwerden!

Die Ideen fliegen mir zu wie die Mücken, die sich in den letzten Wochen mit Vorliebe meinen Körper als Blutbank ausgesucht haben (diese Viecher sind wahre Vampire.)

Was kann es für eine Autorin besseres geben als einen Haufen neuer Ideen?

Ich will mich nicht beklagen; was Einfälle für neue Geschichten angeht, befinde ich mich gerade in einem absoluten Höhenflug, was ein ganz wunderbares Gefühl ist.

Aber jetzt kommt der Haken an der Sache: ICH HABE KEINE ZEIT!

 

 

 

Keine Zeit, um all diese schönen Ideen auszuarbeiten und aufzuschreiben. 

Keine Zeit, mich um das zu kümmern, was mir wirklich Spaß macht.

Im Grunde genommen, habe ich noch nicht einmal richtig Zeit, um diesen Blogartikel zu schreiben.

Ich müsste mich nämlich DRINGEND um meine Bachelor-Arbeit und um Bewerbungen kümmern. 

Das Problem daran ist wiederum, dass mir da gerade eine richtig gute Eingebung fehlt. 

Die Kreativität ist sozusagen suboptimal verteilt :(

Vielleicht muss ich mir das alles nur schön reden und ansprechend gestalten?

Ich erwecke ein Bewerbungsanschreiben zum Leben, mit all seinen Ecken und Kanten, seinen guten Charaktereigenschaften und seinen Liebenswürdigkeiten, es ist selbstbewusst aber auch äußerst bescheiden. 

Dann schicke ich es auf die Reise in eine Welt voller Abenteuer. 

Das Ziel steht fest, doch der Weg dorthin ist beschwerlich und überwiegend dunkel und voller Gefahren. 

Stickige Enge im Briefkasten, dann der freie Fall in einen Postsack, dessen rauer Stoff kratzt. Schließlich gelangt mein Bewerbungsanschreiben zusammen mit seinen Reisegefährten Zeugnisse, Lebenslauf und Studienbescheinigung in eine große Kiste, von der es unsanft in eine weitere Kiste geschleudert wird und die ruckelige Fahrt in dunklen Autos erneut beginnt. 

Endlich, nach vielen Zwischenstationen, ist mein Bewerbungsanschreiben am Ziel. Es liegt, ein wenig erschöpft von der langen Reise, auf einem großen Schreibtisch und würde sich am liebsten erst einmal ausruhen.

Doch nun steht der wichtigste Teil der Reise an. Es hat einen Auftrag zu erfüllen!

Gegen viele andere Bewerbungsanschreiben wirbt es um die Gunst des Personalers. Das Anschreiben und seine treuen Gefährten Zeugnisse, Lebenslauf und Studienbescheinigung erzählen nacheinander von den Glanzleistungen ihres Auftraggebers.

"Pah! Das ist doch gar nichts!", ruft es da von einem fremden, überaus selbstsicheren Bewerbungsanschreiben. "Mein Auftraggeber ist zu viel größeren Heldentaten fähig. Seht her, was er schon alles gemacht hat." 

Als es breitspurig verkündet, was sein Auftraggeber alles kann und geleistet hat, sackt meinem Bewerbungsanschreiben das Herz ein Stückchen näher Richtung Hose. Dieses fremde Anschreiben ist ein wirklich starker Gegner. 

Wird es dagegen bestehen können? Fieberhaft überlegt es, womit es den Personaler überzeugen kann...

 

Ja, so ungefähr wird es sein. 

Sollte ich vielleicht einfach mal diese Geschichte in ein Bewerbungsanschreiben schreiben, anstatt zu erzählen, warum ich diesen oder jenen Job will und warum ausgerechnet ich dafür bestens geeignet bin?

Das wäre auf jeden Fall mal etwas anderes auf dem Tisch des Personalers... 

 

Vorher erzähle ich euch aber rasch noch etwas von meinen vielen Ideen. Natürlich werde ich hier keine Details geben, aber ein bisschen neugierig möchte ich euch machen. 

Momentan geistern unter anderem also folgende Ideen in meinem Kopf herum:

 

- eine Geschichte über Träume und ihre Magie (die ich bereits angefangen habe   zu schreiben, und bei der es mich in den Fingern juckt, endlich weiter zu

  phantasieren)

- mehrere Geschichten mit komödiantischem Anteil, die vermutlich eher was 

  für junge Frauen sein wird. Es wird um Prinzen, Frösche und natürlich die 

  große Liebe gehen...

- eine Idee zu einem Roman, in der Wüste, Meer, der Krieg und Schmuggel 

  gehen soll. 

- ich möchte auch unbedingt mit Märchen arbeiten (eine Idee dazu durchfuhr mich gestern wie ein Blitz!)

- eine Idee zu einem Familienroman mit historischen Bezügen und getragen auf den Schwingen der Musik, was mich dazu führt, dass

- Band 3, 4 und 5 von Streetex natürlich auch nicht zu verachten sind... ;)

- und last, but not least, habe ich noch ein paar wirklich alte Geschichten auf meinem Computer und in Zettelsammlungen liegen, aus denen nach reiflicher Überlegung und Überarbeitung auch etwas sehr schönes werden kann.

 

Mit all diesen Einfällen, lässt es sich gut eine Weile beschäftigen. 

Ich begebe mich nun also in den "working progress" und hoffe, dass er produktiv wird! 

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