Schriftsteller-Sorgen

Manchmal kommt mir der Gedanke, ob ich vielleicht gar keine richtige Schriftstellerin bin. 

Das kommt meistens in solchen Momenten vor, in denen ich mit leerem Blick vor weißen Blättern oder Word-Dokumenten sitze und überlege, was ich schreiben soll. Zwar existieren Ideen in meinem Kopf. Aber dieser verflixte gute erste Satz will und will mir nicht einfallen. 

 

Besonders schlimm ist es nach wissenschaftlichen Arbeitsphasen.

Ich kann zwar nun stolz verkünden, dass ich meine Bachelor-Arbeit fertig geschrieben und abgegeben habe, aber mein Hirn ist wohl offensichtlich noch im wissenschaftlichen Modus und nicht auf leichte und lustige Lektüre eingestellt.

Entsprechend krampfig lesen sich meine ersten Sätze in meinem aktuellen Projekt. Es ist zum Mäusemelken!!! 

Die kreativen Tiefs haben mich genau jetzt eingeholt, da ich eigentlich massig Zeit zum Schreiben hätte. 

Das ist so tragisch, dass mich das eigentlich wieder zum Schreiben anspornen müsste. Denn ist es nicht meistens das Drama des täglichen Lebens, dass einen Schriftsteller zum Schreiben bringt? Die Schlechtigkeit der Welt, die Tragödien fehlgeschlagenen menschlichen Zusammenlebens und die Aussichtslosigkeit bunter Träume?

... - Himmel! Das klingt so, als würde ich in Selbstmitleid versinken und kurz davor sein, Dystopien zu schreiben.

Aber so schlimm ist es (hoffentlich) noch nicht.

Ich glaube an Träume, auch wenn sie noch so fern und unerfüllbar scheinen.

Ich habe gesehen, dass es auch Erfolge im menschlichen Miteinander gibt.

Und ich bin überzeugt davon, dass es auch das Gute in der Welt gibt.

Klingt das schon wieder dramatisch genug für Belletristik? Komme ich hier so langsam wieder in den Fluss?

Es heißt ja, man soll auch schreiben, wenn man keine Ideen hat. Mitunter kommt dabei sogar etwas Gescheites bei heraus.

Deshalb werde ich heute schreiben, schreiben, schreiben... und lesen.

Gefahrenquellen, die diesen Plan stören könnten (Telefon, Musik, YouTube oder Facebook) müssen dazu ausgestellt werden. *hüstel*

Es reicht ja völlig, dass ich das Klischee des jungen und unbekannten Autoren erfülle, der von seiner Kunst (?) nicht leben kann, da muss ich nicht auch noch den ganzen Tag Solitär spielen! :D

So - und jetzt wird in die Hände gespuckt und losgeschrieben.

Auf meine hoffentlich flinken Finger auf der Tastatur wartet schließlich ein Prinz! - Wenn das kein Ansporn ist... 

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