Viele Menschen und noch mehr Bücher

Zum ersten Mal in meinem Leben war ich auf der Leipziger Buchmesse unterwegs - und ich war echt beeindruckt. 

An meinen ersten und (bislang) letzten Besuch auf der Frankfurter Buchmesse 2005 habe ich kaum noch Erinnerungen, außer dass es unheimlich voll und anstrengend war.

Diese Erfahrung habe ich auch in diesem Jahr wieder gemacht.

So viele Menschen auf einem Haufen habe ich wirklich schon lange nicht mehr gesehen. 

 

Und in den ersten Minuten stand ich auch erst einmal etwas ratlos in der großen Glashalle des Messegeländes und musste mich orientieren.

Dabei wurde ich immer wieder abgelenkt durch vorbeilaufende Cosplayer und Manga-Fans in Kostümen (oder ist beides das Gleiche? Ich steck da nicht so drin - weder in den Kostümen noch in der Manga-Welt)

Aber nachdem ich einen Plan über die Messehallen ergattert hatte, überlegte ich kurz, wie ich dieses Abenteuer Messe angehen wollte und stürzte mich in die Messe.

Zwar hatte ich mir in den Tagen zuvor zwar schon ein paar Verlage und Veranstaltungen ausgeguckt, die ich mir ansehen wollte. Die Umsetzung dieses Plans geriet aber mit jedem Schritt immer mehr ins Wanken.

Es ist auch wirklich schwer an einem Konzept festzuhalten, wenn es rechts und links so viel Neues und Interessantes zu entdecken gibt.

Aber das Scheitern eines (zugegebenermaßen nur groben) Plans ist, zumindest in diesem Fall, nicht weiter schlimm, denn es eröffnet, ebenfalls in diesem Fall, viele neue Möglihkeiten und Horizonte.

Oder wusstet ihr, dass es eine Gesellschaft gibt, die sich für das Erlernen bzw. Vertiefen der altdeutschen Schrift engagiert?

Vor allem zählt aber der Eindruck, wie unglaublich vielfältig die deutsche (und internationale) Verlags- und Buchlandschaft ist. So viele Verlage zu teilweise abgedrehten Themen, so viele unheimlich liebevoll gestaltete Stände, die zeigen, dass den Menschen, die daran mitgearbeitet haben, ihre Literatur wirklich am Herzen liegt, und nicht zuletzt, soooooo viele Menschen, die kommen und sich das alles ansehen.

Das lässt doch hoffen, dass die Welt der Bücher trotz aller dystopischen Vorrausahnungen doch noch lange nicht vom Aussterben bedroht ist. 

Nach 8 Stunden lesen, laufen, gucken, staunen, erleben... war ich rechtschaffen k.o. aber glücklich - und hatte am nächsten Tag Muskelkater.

Was soll's, es hat sich definitiv gelohnt!

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