Ich packe meinen Koffer ... 

... denn morgen geht es für mich wieder los.

Auf ins Arbeitsleben!

Auf in eine neue WG!

Auf in eine neue Stadt!

Auf in ein neues Leben?

 

Naja, ob es wirklich so drastisch wird, kann ich jetzt natürlich noch nicht sagen. Spannend ist es in jedem Fall. Für vier Monate verlege ich meinen Hauptwohnsitz nach München. Denn ein großer und berühmter Verlag hat mir ein Praktikum angeboten. Ab Montag werde ich dort in der Online-Marketing-Abteilung arbeiten und hoffentlich viel Schönes machen und erleben dürfen. 

 

Aber was packt man für 4 Monate Leben ein?

Die Zeit ist zu kurz, um sich richtig häuslich einzurichten - außerdem habe ich das Zimmer nur zur Zwischenmiete. Möbel, Wandschmuck und so weiter bleibt also alles so, wie es ist. Von den Fotos her ist es schön und bestimmt werde ich mich wohlfühlen - aber es ist eben nicht MEIN Zimmer. 

Andererseits ist die Zeit zu lang, um nur mal eben das Nötigste einzupacken. Ein Praktikum ist kein Urlaub - ich werde also auch persönliche Unterlagen und Dokumente mitnehmen müssen. 

Es ist ein Leben im Übergang. Irgendwo angesiedelt zwischen Studium und schon absolvierten Praktika und der nicht sterbenden Hoffnung, dass ich vielleicht doch mal irgendwo länger bleiben und arbeiten darf. 

Im Übergang richtet man sich nicht komplett ein. Übergangslösungen sind meistens improvisiert.

Das muss nicht unbedingt vollständig schlecht sein - schließlich ist nichts so dauerhaft wie ein Provisorium - und dennoch warte ich auf den Tag, wo ich nicht nur meinen Koffer packe, sondern sagen darf:

"Ich packe meinen Möbelwagen - ich packe mein Leben!"

 

Kennt ihr dieses Spiel eigentlich? "Ich packe meinen Koffer und nehme mit ..."

Man wiederholt immer den Gegenstand, den der Vorredner eingepackt hat und packt noch ein eigenes Teil dazu.

Wer möchte, darf gern mitspielen.

 

Ich packe meinen Koffer und nehme mit:

- Meine Spieluhr, die "Ich schaff das schon" spielt

Kommentar schreiben

Kommentare: 0