Still, still, still - weil die Autorin lesen will

Das neue Jahr ist schon gut eine Woche alt und ich habe mich noch nicht gemeldet.

Dafür gibt es einen ganz einfachen Grund.

Ich habe gelesen!

Ganz viel! 

Und zwar hauptsächlich Kinderbücher, wie ihr auf dem Foto erkennen könnt.

Auch das hat einen Grund.


Ich bin nämlich eingeladen worden zu einem Bewerbungsgespräch beim Loewe-Verlag. Und auch, wenn es vielleicht nicht Bedingung ist, dass man alle Bücher aus dem Programm kennt und gelesen hat, wenn man sich dort für einen Job vorstellt, gehört es für mich dazu, mich in die Titel einzulesen.

Ich bin also in unsere Bücherei gestiefelt und habe mir eine Auswahl an Titeln ausgeliehen und mich zwischen den Jahren gemütlich auf meinem Bett oder dem Sofa verkrochen und gelesen, gelesen und gelesen.

Ihr könnt euch denken, dass es bei mir nicht beim Einlesen geblieben ist.

Denn ich fand die Bücher so toll, dass ich sie Wort für Wort und Seite für Seite nahezu inhaliert habe.

Und da ich gerade die Zeit dafür habe, ist das auch kein großes Problem, finde ich.

Kinderbücher, das habe ich wieder einmal feststellen müssen, versprühen einen ganz besonderen Zauber und können, wenn sie gut geschrieben sind, auch Erwachsene packen und mitreißen.

So war es auch um mich geschehen, als ich mich zuerst an "Das magische Baumhaus" wagte. Die Serie kannte ich schon durch mein Praktikum in einer Buchhandlung, hatte aber noch keinen einzigen Titel gelesen. Aber die Bücher gingen weg wie geschnitten Brot.

Jetzt weiß ich warum - sie sind einfach toll. Vermitteln Geschichte und machen dabei so viel Spaß! 

Auch "Die Vampirschwestern" kannte ich vom Titel her schon. Die ersten beiden Bände habe ich nun gelesen und habe so manches Mal über Silvania und Daka und ihre verrückte Familie schmunzeln müssen. Hoffentlich sind die anderen Bände in der Bücherei nicht ausgeliehen, wenn ich das nächste Mal komme.

Eine absolute Neuentdeckung für mich war "Familie Pompadauz."

Von dieser Reihe hatte ich vorher weder gelesen, noch gehört. Aber als ich die ersten Kapitel des ersten Bands gelesen hatte, war ich gleich begeistert. Die Charaktere sind so schrullig, schräg und liebenswert, dass ich sie unbedingt näher kennenlernen wollte und die spannende Geschichte nicht zur Seite legen konnte, ehe ich die ersten zwei Teile gelesen hatte. Jetzt bin ich schon sehr gespannt auf die nächsten Bände. 

Unschlagbar ist allerdings "Lola" von Isabel Abedi. 

Mit der Lola Reihe hatte ich im vergangenen Sommer schon begonnen und war begeistert. Deshalb habe ich mich jetzt umso mehr gefreut, dass drei Bände, die ich noch nicht gelesen hatte, zur Ausleihe bereit standen. 

Lola ist ein so erfrischender Charakter in der Kinderbuch-Landschaft, die mich heute so sehr berührt, wie einst (und immer noch) Ronja Räubertochter und die Kinder aus Bullerbü.

Lola ist neugierig, kreativ, wissbegierig - und trotzdem kein Überflieger-Typ.

Wie jedes andere Kind hat sie Sorgen, Ängste und Nöte, die es zu bewältigen gilt.

Gerade wie Isabel Abedi es schafft, ernste Themen aus dem Alltag einer 10-Jährigen darzustellen und ernst zu nehmen, ohne dass gleich das ganze Buch bedrückend wird, erstaunt mich immer wieder neu. 

Deshalb sind die Lola Bücher meine ganz besondere Leseempfehlung für alle. 

 

Einen Titel für "Ältere" habe ich mir aus der Bücherei übrigens auch mitgenommen.

Jetzt lese ich "City of Bones" - auf Empfehlung von Freunden und Bekannten hin.

In die Welt der Dämonen muss ich mich jetzt erst einmal einfinden.

 

Und dann gilt es natürlich auch, mich auch in anderer Hinsicht auf mein Bewerbungsgespräch vorzubereiten. - Denn lesen allein wird wohl nicht reichen ;)

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