Schreiben als Ventil für Gefühle

Ein Journalist hat dich einmal als Worte-Finder beschrieben. Das ist ein schöner Titel für einen Autoren. Wie leicht fällt es dir, Worte zu finden? Gibt es auch Momente oder Dinge, wo auch einem Worte-Finder die Worte fehlen?

 

Worte zu finden ist nicht schwer, sie richtig anzuwenden dafür sehr. Und natürlich gibt es Momente, die mich sprachlos machen.

Und dennoch hängt alles von einer gewissen Übung ab.

Du hast schon unglaublich viele Romane und Kurzgeschichten geschrieben. Kannst du dich noch an deine erste Geschichte erinnern? Worum ging es da?

 

Mein erster Text war ein Märchen über Frau Glück, einer eher unbekannten Märchenfigur. Darin geht es darum, mit seinen Wünschen bescheidener zu sein, da Glück sich nicht am eigenen Reichtum misst.

 

Einige Titel hast du auch unter Pseudonym veröffentlicht. Wie kam es dazu?

 

Es gibt einige Themen und Genres die mich genauso beschäftigen wie die Kinder- und Jugendliteratur, da ich jedoch als André Huter dafür stehe, nutze ich Pseudonyme unter denen ich andere Texte veröffentliche.

 

Im vergangenen Jahr hast du dein Buch Kinderlächeln Zwei als Hörbuch eingesprochen. Wie bist du darauf gekommen und wie war die Erfahrung, im Tonstudio zu stehen?

 

Es war eine sehr schöne und lustige Erfahrung im Tonstudio zu stehen. Mir ist dieses Hörbuch wichtig, als Ergänzung zum Buch. Da dieses Buch als Erinnerung an mich und meine Zeit mit den Kindern meiner damaligen Arbeit dient, sollte das Hörbuch mich, für die Kinder, stimmlich zu ihnen nach Hause holen.

 

Du arbeitest seit einiger Zeit auch als Trainer in Schreibwerkstätten. Was macht dir bei dieser Arbeit besonders viel Spaß?

 

Als Schreibtrainer coache ich individuelle Kinder- und Jugendliche unter 18 Jahren in ihren persönlichen literarischen Problemen. Es erfreut mich immer wieder, wenn sich jemand bei mir meldet, da es mir ein besonderes Anliegen ist, Kindern und Jugendlichen das Schreiben als Ventil ihrer eigenen Gefühle, Probleme und Erlebnisse nahe zu bringen.

 

In einer deiner weiteren Tätigkeiten bist du in einer Nürnberger Autorengruppe aktiv. Wie viele Autoren treffen sich dort und wie sehen eure Zusammenkünfte aus?

 

Seit diesem Jahr, hat sich die Gruppe gespalten, einmal eine Erwachsenen-Gruppe, die jemand anderes nun leitet und die Kindergruppe namens "Buchstabenretter", die natürlich weiterhin ich leite. Zurzeit sind wir fünf Kids ab 10 Jahren. Wir erzählen einander, an was wir gerade arbeiten, tauschen uns aus und natürlich schreiben wir an unseren Texten weiter oder, wenn uns nicht danach ist, spielen etwas gemeinsam. Es soll ja Spaß machen.

 

Auf deiner Website stellst du viele laufende Projekte bereits vor. Gibt es ein ganz besonderes Projekt, das du in diesem Jahr verfolgen möchtest?

 

Viele Buchprojekte habe ich bereits fertig, viele warten förmlich darauf. Dennoch wird das Jahr 2015 ein ruhiges Jahr werden. Ich werde für eine kurze Zeit eine Schaffenspause einlegen.

 

Du schreibst Romane, Kurzgeschichten und Gedichte zu vielen unterschiedlichen Themen. Was dürfen deine Leser in Zukunft von dir erwarten?

 

Erwarten dürfen meine Leser Jugendromane in denen ich auf verschiedene Art und Weise die vielfalt der Sexualität verarbeite. In der Hoffnung, dass sich Toleranz / Akzeptanz beim Leser entwickelt.

 

Zurzeit machst du eine Ausbildung zum Erzieher. Was hat dich auf diese Berufswahl gebracht?

 

Ich arbeitete auf vielen Wegen bereits mit Kindern und Jugendlichen zusammen und nun, wo ich meinen Abschluss nachgeholt habe, habe ich meine Chance ergriffen und die Ausbildung zum Erzieher begonnen. Eine für mich wichtige Aufgabe, quasi die Zukunft Deutschlands mit zu begleiten und sie in einigen Aspekten zu formen. Das ist im Grunde das Spannende.

 

Welche Frage wolltest du in einem Interview schon immer einmal gestellt bekommen? Sei doch so gut, stell sie dir und uns allen und beantworte sie 

 

Eine Frage, die mir oft gestellt wird ist, warum ich einen Schal trage. Es ist quasi ein Markenzeichen, das aus Zufall entstand. Als mal einen verspannten Nacken hatte, trug ich einen Schal und es gefiel mir und so blieb der Schal - der verspannte Nacken jedoch ging.

 

Zum Schluss noch ein paar Fragen/Sätze, die du bitte so spontan wie möglich beantwortest bzw. vervollständigst!

 

1. Dieses Buch hätte ich gern geschrieben. - Percy Jackson - Diebe im Olymp

2. Bei diesem Film würde ich gern Regie führen. - Bei Superhelden-Filmen von Marvel

3. Ein Buch ist … - die schönste Form der Fantasieentfaltung

4. Auf meinem Schreibtisch … - ist sehr oft ein großes Chaos

5. Ehrenamt ist … - für mich sehr wichtig in meinem Leben.

6. Ich würde sofort alle Bücher lesen, wenn ich deren Inhalt durch antippen aufsaugen kann

7. Wenn ein Kind … sagt, dass es mich liebt hat, dann schmilzt mein Herz dahin.

8. Eines Tages werde ich … so sein, wie ich bin. Erzieher auf jedenfall ;)

9. Ein Haus ohne eine Bibliothek und viele Ecken ist wie ein Fenster ohne Glas - es fehlt etwas.

10. Autoren sind … einige der verrücktesten Menschen.

 

Mehr über André Huter und seine Arbeit könnt ihr auf seiner Website erfahren:

www.andrehuter.de

Oder werdet Fan seiner Facebookseite:




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