Und morgen war Krieg

Das, was gerade in der Welt passiert, macht sprachlos.

Es fehlen die Worte, um auszudrücken, was in uns vorgeht, was uns in diesen Tagen bewegt.

Aber ich will nicht schweigen.

Denn das würde bedeuten, dass die, die mit Terror kommen, ihr Ziel erreicht hätten. Sie würden das letzte Wort haben.

Aber Hass soll nicht das letzte Wort sein. Auch wenn es so einfach und so naheliegend ist.

Ich verfolge nicht die Nachrichten. Nicht gezielt.

Warum nicht? – Es macht mir Angst.

Ja, ihr IS-Kämpfer. Ich habe Angst.

Angst davor, wo die nächste Bombe hochgeht.

Angst davor, dass es bald vor meiner Tür passieren kann.

Angst davor, dass jemand, den ich liebe euer nächstes Opfer sein wird.

Am meisten Angst habe ich aber davor, dass mich euer Terror dazu zwingt, selbst Terror zu machen. Gegen das Fremde zu hetzen und in blinden Sicherheitsaktionismus zu verfallen.

 

Deshalb bete ich zu dem einen Gott der Liebe, dass er mich immer wieder daran erinnert, wie wertvoll jeder einzelne Mensch ist.

Mich tragen die Worte aus dem Kolosser-Brief:

„Durch seinen Tod hat euch Christus mit Gott versöhnt. Bleibt nur fest in eurem Glauben, und lasst euch durch nichts davon abbringen! Keine Macht der Erde soll euch die Hoffnung dieser rettenden Botschaft rauben, die ihr gehört habt.“

An dieser Hoffnung will ich mich festhalten.

Denn nur die Liebe trägt uns weiter.

Hass wird immer nur neuen Hass hervorbringen.

 

Ich frage mich, was es bedeutet, wenn französische Kampfjets Luftangriffe auf die IS-Hochburg fliegen. Wohin soll das führen?

Wenn Deutschland als Verbündeter Frankreich zur Seite stehen sollte? Wenn auch Amerika volle Unterstützung anbietet?

Was wird sein, wenn ich morgen früh aufwache?

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