Dank von Sinnen

Ein Spaziergang an einem Sonnensonntag. Was gibt es Schöneres?

Ein Barfuß-Spaziergang an einem Sonnensonntag. Mit nackten Füßen durchs Feld laufen. Einmal mit allen Sinnen die Umgebung wahrnehmen und sich selbst spüren. Viel mehr erfahren, als sonst, weil man auf jeden Schritt achtet und nicht nebenher mal schnell aufs Smartphone schaut. 

Das ist nicht nur gesund, sondern macht unfassbar glücklich. 

Da ist heißer Asphalt, mal glatt, mal etwas grober. Kopfsteinpflaster, das sich abgetreten und rund unter die Fußsohle schmiegt. Weicher Waldboden, der unter jedem Schritt federt, festgetretener Lehm, weicher Sand. Trockenes Gras, das ein bisschen piekst, buschiges Gras, das sich anfühlt, als würde man auf Watte laufen. Grünes, saftiges, feuchtes Gras. Einzelne Halme zwischen meinen Zehen.

Und um mich herum vielstimmiges Vogelgezwitscher, Hummelbrummen, das Rauschen des Windes in den Ästen, Kuhmuhen von der Weide. Eine Raupenfamilie, schwarz-braun mit langem Fell schlängelt sich durchs Gras. Ich beuge mich hinunter auf den Weg und bewundere ihre Körperspannung, während sie Halme erklimmen. 

Nach einer Dreiviertelstunde Fuß- und Seelenpflege komme ich wieder nach Hause und bin ganz bei mir. 

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