Die 9 - Autorenfacts

Herzlich Willkommen, 

dies ist der Auftakt zu einer neuen Reihe in meinem Blog. Hier werde ich euch immer mal wieder Fun-Facts aus meinem Autorenleben, aus meinen Büchern oder über meine Charaktere verraten. 

Los geht's heute mit ein paar Infos über meine ersten Schreibarbeiten. Viel Spaß dabei.

  1. Meine erste Geschichte schrieb ich in der Grundschule über Indianer, nachdem wir "Fliegender Stern" als Klassenlektüre gelesen hatten. Es ging um eine Häuptlingstochter, die sich im Wald verirrte und dort von einem Krieger eines feindlichen Stammes angegriffen wurde (ob der Rotkäppchen-Effekt dabei wohl eine Rolle gespielt hat?). Bevor der Häuptlingstochter selbst Schlimmeres passieren konnte, wurde sie zum Glück gerettet. In der Zwischenzeit wurde jedoch ihr Vater umgebracht. (Okay, ich habe wohl wirklich zu viel Pocahontas und Winnetou geschaut in dem Alter :D )
  2. In der dritten Klasse mussten wir unseren ersten richtigen Aufsatz schreiben. Als Protagonist sollte der Reisehase Felix vorkommen. Ich meine mich zu erinnern, dass Anfang und Schluss teilweise vorgegeben waren. Ich schrieb flammende 4 Seiten über eine Reise an den Nordpol und eine dramatische Husky-Rettung. Für den Aufsatz bekam ich eine 3 und ich war todesbeleidigt, dass unsere Referendarin nicht so Husky-begeistert war und meinen Mittelteil langweilig fand.
  3. Obwohl ich nicht mit der "Schreib, wie du die Worte hörst"-Methode unterrichtet wurde, sind meine ersten Texte orthographisch doch sehr an die Ruhrpott-Sprache angelehnt. Dies fand ich vor einigen Monaten heraus, als ich die gesammelten Werke meiner Schwestern und mir im Keller fand.
  4. Mein erster kleiner Roman entstand in der 5. oder 6. Klasse auf Grundlage einer Schulaufgabe. Es war eine Detektiv-Geschichte im Umfang von 10 Seiten auf Schreibmaschine getippt. Das Ermittler-Team bestand aus Ron, Olaf und Dinah, die Detektiv Holzauge bei seiner Arbeit unterstützten. Da Ron mit seinen Eltern auf einer Burg lebte, nannten sich die kleinen Detektive "Die Burgspürnasen".
  5. Ungefähr zur gleichen Zeit habe ich mit meiner Schreiberei meinen ersten Preis gewonnen. In der BWZ (der Fernsehzeitung, die damals unserer Tageszeitung beilag) war anlässlich des Filmstarts von "Emil und die Detektive" ein Schreibwettbewerb ausgerufen worden. Man sollte erzählen, was man selbst als Detektiv schon erlebt hatte. Da Detektiv-spielen damals ein großes Hobby meiner besten Freundin und mir war, war das für mich natürlich kein Problem. Ich schrieb einen Bericht über einen "mysteriösen Dreiradsfund", den wir leider nicht lösen konnten. Für die Wettbewerbsjury spielte das keine Rolle. Ich zählte zu den glücklichen Gewinnern und mein Name wurde sogar in der Fernsehzeitung abgedruckt. Zwei Wochen lang wurde ich von Bekannten auf der Straße angesprochen, ob ich das wäre, deren Name in der Zeitung stand. Ich fühlte mich damals unheimlich berühmt und war sicher, dass meine Autorenkarriere nun begonnen hätte. Den Detektiv-Beruf hängte ich dafür an den Nagel. (Gewonnen habe ich übrigens eine Buchausgabe von "Emil und die Detektive", ein T-Shirt und ein Schlüsselband zum Film.)
  6. Mein zweiter Roman umfasste schon gut 160 Seiten und war ein Liebesroman. Inspiriert von "Notting Hill" schrieb ich "Liebe inklusive" über einen jungen erfolgreichen Anwalt, der auf einer Kreuzfahrt die alleinerziehende Marie kennenlernt. Deren zwei Kinder tun alles, um die beiden zusammenzubringen. Nach einigen Irrungen und Wirrungen gibt es natürlich ein Happy End. (Überflüssig zu sagen, dass ich mir natürlich Hugh Grant und Julia Roberts in den Titelrollen vorgestellt habe.)
  7. Mit 13/14 schrieb ich gemeinsam mit Freundinnen eine sehr amüsante Fan-Fiction zu den "Herr der Ringe"-Filmen. In "Abenteuer in Mittelerde" erlebten wir ... nun ja, Abenteuer in Mittelerde. Durch seltsame Zufälle gelangten wir alle nach Bruchtal und wurden von da aus mit den Gefährten auf die Reise geschickt. Die Episoden haben wir damals auf unserer eigens erstellten "Beepworld"-Homepage veröffentlicht. Heute existieren noch Fragmente davon auf unseren PCs oder vielleicht noch auf der einen oder anderen Diskette. (Hoffentlich kann die niemand mehr einlesen...)  
  8. Zwei Jahre später verlegten wir uns gemeinsam auf das Genre der Realsatire (oder so ähnlich) und schrieben in einem geheimen Briefbuch (gut getarnt als langweiliger Collegeblock) die Serie "Die Stadtpark-Klinik". Wir stellten darin ein Ärzte-Team dar, dass sich um die psychischen Erkrankungen seltsamer Personen kümmerte, die sich für Lehrer hielten.
  9.  Früher wechselten in meinen Geschichten die Personen dauernd ihre Namen, da sie mir oft nach einigen Seiten nicht mehr gefielen. Damals hatte ich Angst, dass sich dieses Phänomen auch auf spätere Kinder übertragen könnte und ich diese auch dauernd umbenennen würde. Da ich noch keine Kinder habe, kann ich dies nicht mit abschließender Gewissheit sagen. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich das Problem in den Griff bekommen habe. Jedenfalls haben meine Protagonisten schon ziemlich lange die gleichen Namen. 

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