Wer viel liest ...

... kann viel erzählen.

So stand es schon auf einem Aufkleber, den ich vor gefühlt hundert Jahren einmal in der Bibliothek bekommen habe. 

Wie wahr dieser Satz ist, hat sich gestern Abend einmal mehr gezeigt. Während die wichtigen Menschen der Buchbranche sich gerade in Frankfurt tummeln und ich hier sitze, um an meinem Autoren-Durchbruch zu arbeiten (*hüstel*), habe ich gestern zum ersten Mal an einem Literaturkreis teilgenommen.

Eingeladen von einer anderen Buchliebhaberin, die ich vor einiger Zeit zufällig in einer Buchhandlung kennengelernt habe, saß ich mit fünf anderen Frauen in einem Lokal. Jede hatte ein Buch mitgebracht und bei Wein, Tee und Tomatensuppe erzählten wir uns, was uns an unseren literarischen Mitbringseln begeisterte und warum. 

Dabei kamen wir ins Gespräch über persönliche Sorgen, Lebenserfahrungen und Familiengeschichten. Und wir entdeckten Parallelen zwischen Büchern. Manche hatten die gleichen Farben im Einband, andere wiederum sprachen über die gleiche historische Person, aber in einem ganz anderen Kontext. 

Kein einziges Buch war dabei, das gerade (oder jemals) in einem Literaturdossier besonders viel Aufmerksamkeit bekommt. Aber das war gerade das Schöne. 

Wie sagte eine von uns: "Die Literatursendungen behandeln ja gerade eh alle das Gleiche. Hier kommt mal frischer Wind zwischen die Seiten." 

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Herbstanfang

Ziemlich pünktlich mit dem kalendarischen Herbstanfang haben sich auch die Blätter der Bäume vor meiner Haustür verfärbt. Nun schaue ich vom Küchentisch aus immer auf die Mischung aus Grün, Orange, Rot und Gelb. Die Luft, mal klar, mal diesig, ist kalt und schneidend.

Das erste Herbstgewitter inklusive Hagelsturm gab es auch schon. 

Das ganze kam jetzt doch etwas überraschend, schließlich habe ich vor wenigen Tagen noch in Shorts und Top auf dem Balkon gesessen. 

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Vitaminspritze

Dank der heißen letzten Wochen, ist das Obst an den Bäumen im Rekordtempo gereift und fällt jetzt schon, bevor es richtig ausgewachsen ist, von den Ästen. Zum Liegenlassen ist es zu schade, und so habe ich am Wochenende beim Spaziergang ein bisschen Fallobst aufgesammelt. Eigentlich war der Plan, eigenen Apfelessig anzusetzen ... 

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Wenn ich sterbe

Am heutigen Karfreitag gedenken Christen des Todes Jesu. Auch für mich ist heute ein Feiertag, den ich still und ohne den sonst üblichen Trubel begehen möchte. 

Oft wird der Tod in unserer Gesellschaft ausgeblendet und aus unserer Mitte verbannt. Dass er aber zum Leben gehört, und daher, wie die Geburt eines Kindes, auch seinen Platz haben sollte, davon bin ich überzeugt. 

Am Karfreitag sind wir eingeladen uns auch mit unserer eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. 

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Testphase abgeschlossen

Als eine von 7 Milliarden Unfreiwilligen habe ich vor vier Wochen die neue Version des Erdenlebens bekommen. Ganz kostenlos und einigermaßen unverbindlich kam die sogenannte Version 2018 sehr bequem bis vor die Wohnungstür geliefert. 

"Also gut, schauen wir uns das mal an", dachte ich mir.

Hier nun also meine erste Analyse zu Leben2018:

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Es rauscht und rauscht ...

Deutschland versinkt im Regenwetter, so scheint es. Alle jammern, weil Keller voll laufen, U-Bahn Schächte geflutet sind - und weil doch, verdammt noch mal, Sommer ist. Sagt zumindest der Kalender und unser Unmut, der sich so gar nicht auf Gummistiefel und Kapuze einstellen will. 

Aber, wie heißt es bei den Wise Guys so schön: "Sommer ist, was in deinem Kopf passiert."

Und wer hat eigentlich bestimmt, dass Sommer gleichzusetzen ist mit 35 Grad? 

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Dank von Sinnen

Ein Spaziergang an einem Sonnensonntag. Was gibt es Schöneres?

Ein Barfuß-Spaziergang an einem Sonnensonntag. Mit nackten Füßen durchs Feld laufen. Einmal mit allen Sinnen die Umgebung wahrnehmen und sich selbst spüren. Viel mehr erfahren, als sonst, weil man auf jeden Schritt achtet und nicht nebenher mal schnell aufs Smartphone schaut. 

Das ist nicht nur gesund, sondern macht unfassbar glücklich. 

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Landlust

So schnell ich die Idee begraben habe, nach Bullerbü zu ziehen, ganz gestorben ist der Traum vom Landleben deshalb nicht.

Eine Freundin erzählt von wunderbaren Ferienerlebnissen in Schottland, zufriedenen Menschen, die kleine Bed&Breakfasts betreiben und gar nicht mehr vom Leben wollen. Das klingt unheimlich schön, und wenn ich ehrlich bin, kann ich mich damit sehr gut identifizieren. Der Gedanke bei irgendetwas mitmachen zu müssen, was immer höher, schneller und weiter will, eine Arbeit, die mich psychisch auch nach Feierabend nicht loslässt - macht mir irgendwie Angst.

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Wer hat die schönsten Schäfchen?

Seit ein paar Wochen helfe ich ehrenamtlich in einem Stall am Stadtrand aus. Mit einer handvoll Freiwilliger kümmern wir uns jeden Tag um acht wunderbare Schafe.

Und obwohl es für mich immer ein recht weiter Weg ist, freue ich mich doch jedes Mal neu, diese flauschigen Wollknäule zu treffen. 

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Auszeit in der Wildnis

Den Alltagsstress einfach mal ausblenden und stattdessen tief durchatmen und Natur erleben. 

Genau das habe ich vergangenes Wochenende mit ein paar Freunden erlebt. Zusammen sind wir im Söderåsen Nationalpark wandern gewesen. Es war nicht strahlendes Oktoberwetter - eher bedeckt und ganz schön kalt. Aber zum Wandern war es wunderbar.

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Die Entdeckung der Einfachheit

Irgendjemand meiner Mitschüler hat mich in unserer Abizeitung in den Kurzkommentaren mit dem Stichwort "Öko" betitelt. Ich gehe aus Gründen davon aus, dass das nicht unbedingt nett gemeint war. Dabei gab es damals, meines Erachtens noch gar keinen Anhaltspunkt, der mich als "Öko" hätte charakterisieren können. Aber sei es drum. 

Ich würde gern wissen, was dieser mir namentlich nicht bekannte Mitschüler heute über mich sagen würde ...

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