Herbstanfang

Ziemlich pünktlich mit dem kalendarischen Herbstanfang haben sich auch die Blätter der Bäume vor meiner Haustür verfärbt. Nun schaue ich vom Küchentisch aus immer auf die Mischung aus Grün, Orange, Rot und Gelb. Die Luft, mal klar, mal diesig, ist kalt und schneidend.

Das erste Herbstgewitter inklusive Hagelsturm gab es auch schon. 

Das ganze kam jetzt doch etwas überraschend, schließlich habe ich vor wenigen Tagen noch in Shorts und Top auf dem Balkon gesessen. 

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Verdammt lang her oder Heimweh

Im Auftrag der Familie suche ich nach Ferienhäusern. Denn im nächsten Jahr ist das Großprojekt "Großfamilie verreist mit Anhang" geplant. Eine Gleichung mit ungefähr 25 Unbekannten. Da fängt man besser rechtzeitig mit der Urlaubsplanung an. 

Und weil ich ja gerade Zeit habe und fachliche, wissenschaftliche Expertise mitbringe, obliegt mir die Aufgabe, das Internet nach großen Ferienhäusern auf der Lieblingsinsel zu durchforsten. 

Ich begebe mich ans Werk und bin schon nach drei Minuten völlig fertig und sitze heulend vor dem PC. 

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Testphase abgeschlossen

Als eine von 7 Milliarden Unfreiwilligen habe ich vor vier Wochen die neue Version des Erdenlebens bekommen. Ganz kostenlos und einigermaßen unverbindlich kam die sogenannte Version 2018 sehr bequem bis vor die Wohnungstür geliefert. 

"Also gut, schauen wir uns das mal an", dachte ich mir.

Hier nun also meine erste Analyse zu Leben2018:

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Es rauscht und rauscht ...

Deutschland versinkt im Regenwetter, so scheint es. Alle jammern, weil Keller voll laufen, U-Bahn Schächte geflutet sind - und weil doch, verdammt noch mal, Sommer ist. Sagt zumindest der Kalender und unser Unmut, der sich so gar nicht auf Gummistiefel und Kapuze einstellen will. 

Aber, wie heißt es bei den Wise Guys so schön: "Sommer ist, was in deinem Kopf passiert."

Und wer hat eigentlich bestimmt, dass Sommer gleichzusetzen ist mit 35 Grad? 

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Landlust

So schnell ich die Idee begraben habe, nach Bullerbü zu ziehen, ganz gestorben ist der Traum vom Landleben deshalb nicht.

Eine Freundin erzählt von wunderbaren Ferienerlebnissen in Schottland, zufriedenen Menschen, die kleine Bed&Breakfasts betreiben und gar nicht mehr vom Leben wollen. Das klingt unheimlich schön, und wenn ich ehrlich bin, kann ich mich damit sehr gut identifizieren. Der Gedanke bei irgendetwas mitmachen zu müssen, was immer höher, schneller und weiter will, eine Arbeit, die mich psychisch auch nach Feierabend nicht loslässt - macht mir irgendwie Angst.

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Kindheitsträume, die zweite

Sie sagen immer, Träume könne man nicht kaufen. Sie haben recht.

Das Schöne daran ist; man braucht kein Geld, um zu träumen.

Träume verwirklichen hingegen, ist wieder eine andere Sache. Für eine Traumreise, ein Traumauto oder das Traumhaus muss man wohl schon ein bisschen Geld in die Hand nehmen. Ein Traumhaus steht gerade zur Verfügung. Eines der Bullerbü-Häuser in Schweden steht für 850.000 Kronen zum Verkauf.

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Kindheitsträume

"Zieh die Gummistiefel an, wir gehen Drachen steigen lassen!"

Mit diesen Worten steht meine Freundin vor der Tür und lacht von einem Ohr zum anderen. Es ist Mai, zum ersten Mal in diesem Frühling richtig schön warm, und für Küstenverhältnisse überdies extrem windstill. Drachensteigen?

"Egal, irgendwo ist immer Wind. Ansonsten pusten wir!"

Totschlagargument - außerdem habe ich ja außer meiner Masterarbeit sowieso nichts zu tun. 

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Wegbegleiter

Ein weiteres Jahr ist wie im Fluge vergangen. Ein Jahr mit Höhen und Tiefen, Freude und Trauer.

Aber keine Sorge, ich verschone euch mit einem weiteren Jahresrückblick. Davon gibt es an anderen Stellen wahrlich genug. 

Ich finde, es ist genau der richtige Zeitpunkt, um über treue Wegbegleiter zu sprechen; über Schuhe. 

WTF?!?

Typisch Frau vielleicht - dabei hab ich gar nicht so einen schlimmen Schuhtick (ihr wisst schon, 120 Paar, zu jedem Rock und jeder Handtasche das passende Paar.)

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Auszeit in der Wildnis

Den Alltagsstress einfach mal ausblenden und stattdessen tief durchatmen und Natur erleben. 

Genau das habe ich vergangenes Wochenende mit ein paar Freunden erlebt. Zusammen sind wir im Söderåsen Nationalpark wandern gewesen. Es war nicht strahlendes Oktoberwetter - eher bedeckt und ganz schön kalt. Aber zum Wandern war es wunderbar.

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Die Entdeckung der Einfachheit

Irgendjemand meiner Mitschüler hat mich in unserer Abizeitung in den Kurzkommentaren mit dem Stichwort "Öko" betitelt. Ich gehe aus Gründen davon aus, dass das nicht unbedingt nett gemeint war. Dabei gab es damals, meines Erachtens noch gar keinen Anhaltspunkt, der mich als "Öko" hätte charakterisieren können. Aber sei es drum. Ich würde gern wissen, was dieser mir namentlich nicht bekannte Mitschüler heute über mich sagen würde ...

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Back to the wool 

Hin und wieder komme ich auf verrückte Ideen. 

Eigentlich denke ich über etwas ganz anderes nach, und plötzlich unternimmt mein Denkapparat wahnwitzige Sprünge. 

Und so wurde aus der Suche nach einem spannenden Thema für unser Uni-Magazin ein ganz persönliches Projekt, mit dem ich jetzt meine Ferien verbringe (und mich ganz nebenbei erfolgreich vor der zu schreibenden Hausarbeit drücke.) 

Vor ein paar Wochen kam mir der Einfall, dass ich gern einmal spinnen lernen würde. 

Nicht, dass ich mich jemals zuvor mit der Verarbeitung von Wolle auseinandergesetzt hätte - aber plötzlich hatte ich halt diesen Gedanken. Und er ließ mich nicht mehr los. 

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Wenn ich groß bin, werde ich Ronja Räubertochter!

... oder Schriftstellerin!

So etwas Ähnliches habe ich gedacht, als ich ungefähr neun Jahre alt war. 

Damals war ich zu Karneval tatsächlich einmal Ronja Räubertochter, habe sie in Schweden sogar getroffen und später, in der 13. Klasse in der Mottowoche, während der wir uns alle als Helden der Kindheit verkleiden sollten, habe ich mein altes Kostüm noch einmal hervorgekramt. Ich passte sogar noch einigermaßen in den Kittel rein. 

Größentechnisch bin ich von meinem Kindheitstraum also nicht allzu weit entfernt.  

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Ein Besuch bei Ollivander

Zumindest kam es mir neulich ein wenig so vor.

Schon seit Längerem habe ich mir vorgenommen, meinen Cello-Bogen endlich einmal neu bespannen zu lassen. 

Da das natürlich nicht ganz umsonst ist, und ich ohnehin nicht wusste, was ich mir zum Geburtstag wünsche sollte, wünschte ich mir also eine neue Bogenbespannung. 

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Zugfahrt und Aussteige-Gedanken

Die Lesung hab ich gut hinter mich gebracht. Letztendlich hat die Textmenge gepasst, die Leute haben zugehört und ich war glücklich.

Und nun habe ich auch noch ein paar Tage Urlaub gehabt im schönen Norden Deutschlands - auf Fehmarn, die Insel, von der ich bislang nur den Fährhafen kannte.

Jetzt kenne ich von diesem Stück Land etwas mehr, und dieses mehr/Meer gefällt mir. 

Wind, Abendsonne über dem Wasser, Windräder und ein heißer Tee am Abend - was gibt es Schöneres?

Und ich habe es endlich geschafft, an meiner allerersten Socke weiterzustricken. Meine Schwester hat Witze darüber gerissen, aber ich werde es schaffen. Eines schönen Tages wird diese Socke fertig sein, eine zweite wird entstehen und sie werden ein Paar werden. 

Und dann werden sie glücklich sein bis ans Ende ihrer Tage.

...

 

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