Es rauscht und rauscht ...

Deutschland versinkt im Regenwetter, so scheint es. Alle jammern, weil Keller voll laufen, U-Bahn Schächte geflutet sind - und weil doch, verdammt noch mal, Sommer ist. Sagt zumindest der Kalender und unser Unmut, der sich so gar nicht auf Gummistiefel und Kapuze einstellen will. 

Aber, wie heißt es bei den Wise Guys so schön: "Sommer ist, was in deinem Kopf passiert."

Und wer hat eigentlich bestimmt, dass Sommer gleichzusetzen ist mit 35 Grad? 

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Bitte reden Sie in ganzen

"Kennt ihr ...?" 

Was auch immer gemeint ist, bleibt im Raum stehen - oder wird nonverbal mit Gesten dem angebrochenen Satz hinzugefügt.

Nein, ich will mich hier nicht grundsätzlich über Sprachverfall aufregen, und anprangern, dass es in der deutschen Sprache zu viele Angli- und sonstige -ismen gibt. Auch wäre es sicherlich ein ergiebiges Thema, über fehlende Kasusangleichungen oder überhaupt korrekte Kasusnutzung zu lamentieren. Das wurde an anderer Stelle aber schon ausführlichst von anderen übernommen. 

Was mich viel mehr stört, sind unterlassene Höflichkeitsformen und einzelne Worte, die Sätze ersetzen sollen. 

 

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Landlust

So schnell ich die Idee begraben habe, nach Bullerbü zu ziehen, ganz gestorben ist der Traum vom Landleben deshalb nicht.

Eine Freundin erzählt von wunderbaren Ferienerlebnissen in Schottland, zufriedenen Menschen, die kleine Bed&Breakfasts betreiben und gar nicht mehr vom Leben wollen. Das klingt unheimlich schön, und wenn ich ehrlich bin, kann ich mich damit sehr gut identifizieren. Der Gedanke bei irgendetwas mitmachen zu müssen, was immer höher, schneller und weiter will, eine Arbeit, die mich psychisch auch nach Feierabend nicht loslässt - macht mir irgendwie Angst.

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Kindheitsträume, die zweite

Sie sagen immer, Träume könne man nicht kaufen. Sie haben recht.

Das Schöne daran ist; man braucht kein Geld, um zu träumen.

Träume verwirklichen hingegen, ist wieder eine andere Sache. Für eine Traumreise, ein Traumauto oder das Traumhaus muss man wohl schon ein bisschen Geld in die Hand nehmen. 

Ein Traumhaus steht gerade zur Verfügung. 

Eines der Bullerbü-Häuser in Schweden steht für 850.000 Kronen zum Verkauf.

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Kindheitsträume

"Zieh die Gummistiefel an, wir gehen Drachen steigen lassen!"

Mit diesen Worten steht meine Freundin vor der Tür und lacht von einem Ohr zum anderen. 

Es ist Mai, zum ersten Mal in diesem Frühling richtig schön warm, und für Küstenverhältnisse überdies extrem windstill.

Drachensteigen?

"Egal, irgendwo ist immer Wind. Ansonsten pusten wir!"

Totschlagargument - außerdem habe ich ja außer meiner Masterarbeit sowieso nichts zu tun. 

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Malermeister

Das Haus neben uns hat einen neuen Fassadenanstrich bekommen. Das alte Orange hat einem neuen Orange Platz gemacht. Jetzt leuchtet das Haus wunderschön in der Frühlingssonne, die sich nun doch endlich durch die Wolken traut.

Zweimal hat der Malermeister schon den Anstrich gemacht. Ein bisschen neidisch hab ich ihm durch mein Zimmerfenster zugeschaut.

Wie er dort saß, mit den Beinen über dem Gerüst baumelnd, eine Zigarette rauchend, und die Farbrolle an der Fassade auf und ab rollte.

Während ich vor einem Stapel Papier an meinem Schreibtisch saß und nicht wirklich wusste, wie ich die Blätter sinnvoll hin und her schieben sollte.

Der Malermeister hatte nach wenigen Stunden sein Werk vollendet und konnte vom Gerüst herabklettern.

Ich saß noch immer vor meinem Stapel Papier. 

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Back to the future

Vermutlich wäre es sinnig, sämtliche Energie, die ich gerade erübrigen kann, in meine Masterarbeit zu stecken. 

Mit der geht es nämlich nur schleppend voran - mal wieder. Oder immer noch. Ich lese viel und hoffe, dass ich in den nächsten Tagen auch wieder etwas geschrieben bekomme.

Gleichzeitig wird mir immer bewusster, dass dann ganz bald auch diese sagenumwobene Zukunft kommt. Auf die muss ich mich schließlich auch vorbereiten. 

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Früher war das in Sepia

Neulich mal wieder in der WG-Küche. Jemand hat eine Packung mit Eisentabletten herumliegen lassen. Aus Langeweile lesen wir die Inhaltsbeschreibung - erstaunlich, was da so alles drin ist. Es sind offenbar nicht gepresste Schrauben, vielmehr klingt es nach einem ganzen Chemiebaukasten. Viele der Inhaltsstoffe enden irgendwie auf -tin, -cid oder -ol ... 

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Für Mäuse geschlossen

Es ist eine ungerechte Einrichtung, dass einem die guten Sprüche immer erst nach dem (un)passenden Moment einfallen. Zwar ersparen nicht gesagte Kommentare mitunter Ärger und anderen Stress, aber sicher sein kann man sich da nie. Vielleicht hätte es ja doch etwas gebracht, wenn man mal was gesagt hätte. Also, etwas schlaueres als "Hmpf", "Ähm" oder "He... ja... tja." 

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Läuft bei mir

Nein, ich bin nicht auf Kreuzfahrt und stehe nicht regelmäßig mit ausgebreiteten Armen am Bug und rufe "Jack, ich fliege" (Wer ist eigentlich Jack?).

Trotzdem ist das Leben schön. 

Die Sonne scheint nämlich seit Tagen schon mindestens genauso wundervoll wie auf dem Foto, sodass ich berechtigte Hoffnung habe, dass in meinem Balkonkasten vielleicht doch bald schon die ersten Pflänzchen blühen. 

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Motivation + Disziplin = Perfektes Leben

Ein Thema für eine Masterarbeit zu finden, war nicht schwer. Literatur zu finden, ist ebenfalls kein Problem. 

Theoretisch habe ich sogar einen Masterplan, wie das alles zu schaffen ist. 100 Seiten in 6 Monaten - das dürfte für eine Autorin doch zu schaffen sein. 

In der Theorie alles schön und gut. In der Praxis kommen allerdings noch zwei weitere wichtige Komponente hinzu: Motivation und Disziplin. Und mit diesen beiden habe ich irgendwie noch keinen passenden Vertrag abschließen können.

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Bitte zum nächsten Anhang steuern

Tatsache, es ist soweit. Mit 27 mache ich meine erste Steuererklärung.

Irgendwann muss man ja mal damit anfangen. Und immerhin habe ich im letzten Jahr tatsächlich 100 Euro Lohnsteuer gezahlt - ungefähr. 

Weil man so etwas in der Schule oder in der Uni aber nicht lernt, frage ich den Steuerberater meines Vertrauens, also Papa, wie so was geht.

"Es gibt eine vereinfachte Steuererklärung. Die druckst du aus und gibst die mit den Kopien der jeweiligen Monate beim Finanzamt ab."

Das klingt echt einfach.

 

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Welt der Wunder - Werbung, die erste

Meine Mitbewohnerin und ich sitzen am Küchentisch über den Resten vom Mittagessen. Zum Nachtisch blättern wir durch die Prospekte des Anzeigenblatts, das allwöchentlich im Briefkasten liegt, jeden Aufkleber von "Bitte keine Werbung" ignorierend.

"Ach, lass uns doch mal schauen, was wir uns als Studenten alles nicht leisten können", sagt die Mitbewohnerin und schlägt den ersten Katalog auf.

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Die WG über uns

Seit ich wieder in meiner alten WG wohne, kann sich mein Smartphone eigentlich zur Ruhe setzen. Zumindest, was die Weck-Funktion betrifft. Und das nicht, weil ständig jemand etwas von mir wollte, sondern weil jemand anders nicht aufstehen mag. 

Der Mensch, der in der WG über mir wohnt, nutzt gerne und ausgiebig die Weck-Funktion seines Handys. Irgendwann nachts legt er es neben sein Bett und scheint die genaue Position über Nacht zu vergessen und morgens obendrein das Klingeln zu überhören.

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Just one last Fika

Wenn ich Montag "letzte Woche" sage, wird es nicht nur die vergangene Woche sein, sondern auch meine letzte Woche in Schweden. Nach fünf Monaten muss ich meine Koffer wieder packen und diese Stadt verlassen, die mir über das letzte halbe Jahr so vertraut geworden ist. Es fühlt sich komisch an, länger, irgendwie ewig. 

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Say goodbye to Hollywood!

Vollgefuttert mit Weihnachtsglück mache ich mich auf den Weg ins schwedische Zuhause. 

Eine neue Gastfamilie bekommen und eine alte besuchen; besser kann ein Jahr doch gar nicht enden!

Kann es wohl wirklich nicht - deshalb ist es auch noch nicht zuende, und hat noch einige Überraschungen für mich parat ...

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